Vergleich eStudy mit moodle

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Online-Lernplattformen, welche auf die Bedürfnisse von Schulen, Unternehmen und anderen Institutionen zugeschnitten sind, sind schwer zu finden. Dieser Artikel soll eine Übersicht und einen Vergleich der Systeme eStudy und Moodle geben.


Vorstellung der beiden eLearning-Systeme

eStudy

"eStudy"

eStudy ist eine kostenlose Open Source E-Learning und Kollaborations-Plattform, die hauptsächlich an Schulen und Universitäten eingesetzt wird. Neben den üblichen Funktionen gebräuchlicher Kurs-Management-Systeme unterstützt eStudy zusätzlich eine Rollenspiel-Simulation im Anwendungsbereich Informatik.


Historie

"Prof. Dr. Klaus Quibeldey-Cirkel"

Im Rahmen eines Softwaretechnik-Praktikums der FH Gießen-Friedberg haben sich Studenten in Kooperation mit Professor Dr. Klaus Quibeldey-Cirkel mit dem Thema Lernplattformen auseinandergesetzt. Die damals prototypische Entwicklung wurde an den Wünschen und Anregungen der Studenten ausgerichtet. Das so entstandene Portal wurde kontinuierlich von Studenten weiterentwickelt und an der FH Gießen-Friedberg im Fachbereich MNI eingesetzt. Im November 2005 wurde auf sourceforge.net die erste öffentliche Version bereitgestellt. Unter der Projektleitung des Prof. Dr. Quibeldey-Cirkel und des Informatik-Studenten Clemens Weiß wird das System stetig weiterentwickelt. Die Orientierung an der Zielgruppe – den Studenten – ist nach wie vor dadurch gewährleistet, dass diese sich im Rahmen des Lehrplans in Form von Projekten und Praktika an eStudy beteiligen können. Zudem wird das eStudy-System vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert. Die aktuelle Version ist eStudy V. 1.0.1.


Grundkonzept

eStudy stellt ein Kommunikations- und Kollaborationsinstrument für Lernende und Lehrende gleichermaßen zur Verfügung. Durch das Rechte-Management auf Rollenbasis wird es ermöglicht „normale Strukturen“, d.h. Professor, Tutor, Student, auch im virtuellen Umfeld darzustellen. Sowohl die reine Kursverwaltung als auch die kursinternen Lernprozesse werden durch kursspezifische Foren und Ressourcenablagen unterstützt. Professoren und Verwaltung soll durch eStudy die Kursadministration erleichtert werden. Studenten sollen durch das Portalsystem auch außerhalb der Vorlesungen und Übungen Möglichkeiten zur Kommunikation und Interaktion haben.

Lernansatz

eStudy verfolgt eine konstruktivistische Pädagogik. Durch strukturierten Aufbau und einfacher Bedienbarkeit verfolgt das System das Ziel höchster Behaltensleistung beim Anwender unter allen Lernmethoden. Durch learning-by-doing wird selbständiges Erarbeiten gefördert. Zudem werden Team-, Methoden- und Medienkompetenzen vermittelt und reflektiert. So haben Teilnehmer die Möglichkeit sich anderen, durch die Erstellung eines eigenen Profils, darzustellen. Dieses Profil kann entweder nur für Kurse oder allgemein freigegeben werden. Durch die Verwendung von individuell auswählbaren Designs („Styles“ im eStudy Jargon) kann die Umgebung personalisiert werden. Die Ausrichtung am Lernenden stellt sich auch durch die individuelle Auswahl der Informationszustellung dar. Teilnehmer haben die Option, einzelne Foren „zu abonnieren“, d.h. sich per Email über neue Beiträge informieren zu lassen.

Technisches Konzept

Das eStudy-System wurde in einer Linux-Umgebung entwickelt. Die Plattform ist nach dem Konzept des modularen Frameworks aufgebaut und kann unter Berücksichtigung der GNU General Public License verbreitet und/oder verändert werden. Betrieben wird das System auf einem Webserver mit PHP-Unterstützung und Datenbankanbindung. Folglich wird kein spezielles Betriebssystem vorausgesetzt. Über die Administrationsoberfläche können die in Modulen zusammengefassten Funktionen beliebig hinzugeschaltet werden. Neue Funktionalitäten können durch die Einbindung entsprechender Module direkt hinzugefügt werden.

Module

Credit-Point Card:
Dieses Modul bietet die Möglichkeit Noten bzw. Punkte anhand einstellbarer Kriterien, wie z.B. Aktivität im Forum, Anwesenheit zu vergeben.
HelpWizard:
Der HelpWizard bietet dem Anwender Hilfestellungen im Umgang mit der Plattform.
Sitemap-Modul:
Der Anwender hat die Möglichkeit sich eine übersichtliche verzeichnisartige Darstellung des eStudy-Systems anzeigen zu lassen.
Suchmaschinen-Moodul:
Eine interne Suchmaschine ist dem Anwender beim Finden von Kursen, Dokumenten, Beiträgen etc. behilflich.
News-Modul:
Dieses Modul bietet die Möglichkeit öffentlicher Bekanntmachungen im System.
Newsletter:
Teilnehmer können Newsletter abonnieren.
Mitteilungsmodul:
Dieses Modul bietet die Möglichkeit kursinterne Mitteilungen an die Teilnehmer zu versenden.
Lern-Quiz:
Dieses Modul bietet Dozenten die Möglichkeit mit spielerischem Charakter Lerninhalte und Wissen zu vermitteln.
Ressourcen (Dateien & Links):
Unterrichtsmaterial und andere Informationen können zum Download zur Verfügung gestellt werden.
Statistik-Modul:
Aktivitäten von Mitgliedern, Kursen, Downloads etc. können statistisch ausgewertet werden.
Externe Werkzeuge:
Dieses Modul ermöglicht die Nutzung von z.B. Mantis Bug-Tracker.
Weitere Module:
Bilder-Galerie, Foto-Forum, Umfragen, Mitglieder, Kursräume, Forum, Kalender, private Nachrichten, Rollenspiel-Modul

Einsatzbereiche

eStudy kann zur Unterstützung von Präsenzveranstaltungen ebenso genutzt werden, wie zur Durchführung von reinen Onlinekursen. Im gesamten Bereich des e-Learnings, also nicht nur in Hochschulen, sondern auch in der unternehmensinternen Fortbildung und der Erwachsenenfortbildung allgemein, findet eStudy gute Einsatzmöglichkeiten. Besonders gruppenorientiertes Lernen und Teamwork lassen sich über eStudy gut umsetzen und unterstützen. Durch die Foren und das „Private Messaging“ (PM) kann es auch als Kommunikationstool für Projekte angewendet werden.

Der Bugtracker Mantis und ein Wiki-Sytem sind in eStudy integriert. Dadurch ist es auch möglich, eStudy als (Unternehmens-) Intranetportal einzusetzen. Des Weiteren kann man das Bugtracking für einzelne Projekte als auch die Bereitstellung von allgemeinen Informationen und Definitionen (im Wiki), Dokumentvorlagen (in den Ressourcen) usw. über eStudy zentral zur Verfügung zu stellen. Es besteht die Möglichkeit, Projekt- oder abteilungsspezifische Ressourcen lediglich kursintern anzubieten.

Das Planspiel-Modul schafft die Möglichkeit, realistische Szenarien eines Projektes nachzuspielen und später zur Vertiefung des Gelernten mit den Beteiligten zu analysieren. Evaluationen und „Online-Tests“ lassen sich mit dem Quizmodul verwirklichen. Denkbar ist also auch ein Einsatz als reines Bewertungswerkzeug für Veranstaltungen.



Moodle

"Moodle"

Moodle ist ein kostenloses Learning Management System (LMS) auf Open Source Basis und steht für Modular Object Oriented Dynamic Learning Environment. Das System stellt online Kursräume zur Verfügung, die von Trainern, Dozenten und Lehrern mit ihren eigenen Lerninhalten frei gefüllt werden.



Historie

"Dr. Martin Dougiamas"

Der erste Prototyp von Moodle wurden 1999 von dem australischen Informatiker und Pädagogen Dr. Martin Dougiamas entwickelt. Unter seiner Projektleitung wurde im August 2002 Moodle V. 1.0 veröffentlicht. Bis zur heutigen Version 1.5.3 wurde das System stetig von der Netzwerkgemeinschaft weiterentwickelt, in 73 Sprachen übersetzt und zählt ca. 11.750 registrierte Online-Seiten – weitere Versionen sind geplant. Ein gewerblicher Support für z.B. Hosting und Consulting steht seit 2003 zur Verfügung.

Grundkonzept

Die Grundidee des ehemaligen Webmasters und Systemadministrators der Curtin University of Technology war es, ein kostenloses offenes System zu entwickeln, das Schulen und anderen Institutionen im Internet hilft, ihre Lernfähigkeit zentral, veränderbar und somit aktuell in einer Online-Umgebung einzubringen. Dadurch soll die Informationsfindung so kompakt und einfach wie möglich gestaltet werden.

Lernansatz

Moodle basiert auf dem Konzept des sozial-konstruktivistischen Lernens. Dieses Lernkonzept geht davon aus, dass jeder Lernvorgang auf vorhandenes Wissen und auf Lernerfahrung aufgebaut und mit diesen abgeglichen wird. In der Auseinandersetzung mit diesen Vorkenntnissen an deren Teilnehmer/innen und dem künftigen Einsatzfeld für das neue Wissen, erfolgt die Aneignung des Lernstoffes. Dieses Modell für erfolgreiches Lernen wird durch moodle systematisch unterstützt. Die Bearbeitung von Aufgaben, die umfangreichen Kommunikationsmöglichkeiten und die Unterstützung von Gruppenarbeit stellen einen wesentlichen Teil dar. So baut sich beispielsweise ein Kursteilnehmer eine eigene Online-Identität auf, um seine Ideen mit der Gemeinschaft zu teilen und Erfahrungen auszutauschen.

Technisches Konzept

Das Moodle-System wurde in einer Linux-Umgebung entwickelt. Es handelt sich um eine freie Open-Source Software und kann unter Berücksichtigung der GNU General Public License verbreitet und/oder verändert werden. Da das System auf einem Webserver mit PHP-Unterstützung und Datenbankanbindung betrieben wird, setzt es kein besonderes Betriebssystem voraus und ist somit betriebssystemunabhängig.

Module

Abstimmung:
Der Kursleiter kann eine Frage oder Position an die Kursteilnehmer stellen, wobei bis zu 5 Antwortmöglichkeiten vorgegeben werden können.
Aufgaben-Modul:
Dieses Modul bietet die Möglichkeit Aufgaben an Kursteilnehmer zu vergeben. Eine anschließende Bewertung ist möglich.
Befragung:
Das ist ein Zusatzmodul zur Untersuchung einer Befragung auf Basis eines Fragebogens.
Chat-Modul:
Das Chat-Modul ermöglicht die synchrone Kontaktaufnahme zwischen den Kursteilnehmern.
Glossar:
Der Glossar bietet eine Sammlung von Definitionen. Der Geltungsbereich der Glossare ist einstellbar für einen einzelnen Kurs oder auch das gesamte Moodle.
HotPot-Modul:
In Übungen können Wissenstände von Kursteilnehmern abgefragt und ausgewertet werden. (Zusatzmodul)
Lektion:
Lektionen sind Sammlungen von Internetseiten zu einem bestimmten Thema. Jede Seite enthält meist eine Frage und mehrere Antwortmöglichkeiten (z.B. Multiple Choice). Eine anschließende Bewertung ist möglich.
Quiz / Test-Modul:
Dieses Modul bietet dem Dozenten die Möglichkeit Multiple Choice-, Kurzantwort- oder Wahr-Falsch-Fragen zu erstellen. Die verschiedenen Fragetypen können gemischt und auch mit Bildern versehen werden.
Wiki-Modul:
Das Wiki-Modul erlaubt es den Nutzen, Texte direkt online und auch gemeinsam zu erstellen und verändern.
Weitere Module:
Forum, Umfrage, weitere Module stehen u.a. unter http://download.moodle.org/modules/ zum Download zur Verfügung.

Einsatzbereiche

Die Einsatzbereiche von Moodle umfassen reines Online-Lernen, sowie das Lernen im Unterrichtsraum. Es wird im gesamten Bildungsbereich und zur Unterstützung der Kommunikation in Veränderungsprozessen eingesetzt. Zu den Nutzern gehören Unternehmen, Bildungsträger, Hochschulen, Schulen, Kammern (IHK, HWK) etc.

Eigenschaften

eStudy

Systemvoraussetzungen

  • betriebssystemunabhängig
  • Webserver-Software
    Empfohlen wird Apache, es kann aber auch ein beliebig anderer Webserver wie z.B. Microsoft IIS genutzt werden.
  • PHP Skriptsprachenunterstützung
    Version 4.1.3 oder höher
  • MySQL Datenbankserver
    Version 4.0.x oder höher


Anwendungsbereiche

Die Anwendungsbereiche des eStudy-Systems in Hochschulen:

  • Begleitung der Vorlesungen, Übungen & Seminaren
  • Lernplattform für Planspiele in der Softwaretechnik und Ingenieurswesen
  • Informationsportal
  • Kurs- und Dokumentenverwaltung
  • Erarbeitung von Themen
  • Projekt- & Gruppenarbeit
  • Tutorien
  • Prüfungsvorbereitung
  • Kommunikationsförderung


Die Anwendungsbereiche des eStudy-Systems in Unternehmen:

  • Interne Trainingsmaßnahmen
  • Vorbereitung von Seminaren
  • Projekt-/ Gruppenarbeit
  • Nachbearbeitung & Transfer von Lerninhalten
  • Gruppenarbeit bei Projekten etc.


Administration

Die Installation und Administration des eStudy-Systems erfolgt browserbasiert. Der Administrator kann das gesamte Portal über den Browser installieren und verwalten.

Mögliche Weiterentwicklung

Bei der Lernplattform eStudy handelt es sich um ein reines Modul-Framework. Das bestehende System kann jederzeit um zusätzliche Module ergänzt werden. Denkbare Weiterentwicklungen sind die Implementierung eines synchronen Kommunikationswerkzeuges (Chat etc.), das die schon vorhandenen asynchronen Tools ergänzt, besonders im Planspiel

Vor-, Nachteile und Alleinstellungsmerkmale

Vorteile bietet das System in Hinblick auf folgende Features:

  • Fotoforum
  • Planspiel
  • Online-Quiz
  • Mantis-/Wiki-Integration
  • Single-Sign-On mit offiziellem Portal
  • Personal Messaging
  • XHTML 1.0 Strict & CSS kompatibel
  • Benutzung (teilweise) durch Blinde möglich

Ein Nachteil ist leider, dass einige Module voneinander abhängig sind. So ist z.B. das Quiz-Modul von dem Forum abhängig (BBcode). Ebenso ist ein professioneller Support oder eine Online-Community nicht verfügbar.

Alleinstellungsmerkmale: eStudy hebt sich von anderen Lern-Plattformen durch das Rollen- & Planspiel-Modul, sowie dem Foto-Forum ab. Diese Lernmethoden werden aktuell ausschließlich über das eStudy-System bereitgestellt.



Moodle

Systemvoraussetzungen

  • betriebssystemunabhängig
  • Webserver-Software
    Empfohlen wird Apache, es kann aber auch ein beliebig anderer Webserver wie z.B. Microsoft IIS genutzt werden.
  • PHP Skriptsprachenunterstützung
    Version 4.1.0 oder höher
  • Datenbankserver
    Empfohlen wird MySQL (ab Version 3.2.3) oder PostgreSQL.


Anwendungsbereiche

Die Anwendungsbereiche des Moodle-Systems sind von den unterschiedlichen Einsatzfeldern abhängig.

Beispiel: Unternehmen

  • Interne Trainingsmaßnahmen
  • Vorbereitung von Seminaren
  • Projekt-/ Gruppenarbeit
  • Nachbearbeitung & Transfer von Lerninhalten
  • Gruppenarbeit bei Projekten etc.


Beispiel: Schulen, Hochschulen

  • Begleitung von Unterricht, Vorlesungen, Übungen, Seminaren
  • Erarbeitung von Themen
  • Projekt- /Gruppenarbeit
  • Tutorien
  • Prüfungsvorbereitung
  • Prüfungen
  • Kommunikationsförderung


Administration

Die Installation und Administration von Moodle erfolgt browserbasiert. Der Administrator kann das gesamte Portal über den Browser installieren und verwalten.

Mögliche Weiterentwicklung

Moodle ist weitestgehend modular aufgebaut - im Prinzip ist demnach alles ein Modul innerhalb Moodle: Materialien, Aktivitäten, Themenblöcke und -abschnitte, sowie die Verwaltungsblöcke in den Seiten eines Kursraumes. Viele für den Unterricht wichtige Module bringt Moodle schon mit. Darüber hinaus besteht aber noch die Möglichkeit das System um eigene Programmideen in Form eines eigenen Moduls zu erweitern

Vor-, Nachteile und Alleinstellungsmerkmale

Vorteile:
Moodle zeichnet sich durch ein hohes Maß an Flexibilität, Bedienbarkeit und sachlich-ergonomischer Gestaltung, sowohl für Lehrende, Lernende als auch für Administratoren.

Nachteile:
Bei Problemen mit Moodle gestaltet sich die Suche nach Hilfethemen zur Problemlösung schwierig. Es existiert zwar ein Forum mit umfangreichen Informationen, allerdings kann das Finden der richtigen Information unter Umständen lange dauern.

Gegenüberstellung der Systeme

Systemvoraussetzungen

In den Systemvoraussetzungen unterscheiden sich die beiden Systeme kaum. Beide Anwendungen sind betriebssystemunabhängig. Jedoch wurde eStudy ausschließlich mit dem Apache Webserver getestet, der auch für Moodle empfohlen wird. Eine alternative Server-Software, wie z.B. Microsoft IIS, ist bei Moodle allerdings möglich. Ebenso bietet Moodle zu dem empfohlenen MySQL-Datenbankserver eine Alternative: es kann auf PostgreSQL zurückgegriffen werden.

 
eStudy
Moodle
betriebssystemunabhängig
x
x
Webserver Apache (empfohlen),
MS IIS, etc.
Apache (empfohlen),
MS IIS, etc.
PHP ab V. 4.1.3 ab V. 4.1.0
Datenbankserver MySQL (ab V. 4.0.x) MySQL (ab V.3.2.3),
PostgreSQL


Standardkonformität

Sowohl eStudy als auch Moodle sind standardkonforme Systeme nach W3C. Zudem bietet Moodle SCORM und AICC Kompatibilität.

Erweiterbarkeit / Skalierbarkeit / Performance

Bei eStudy handelt es sich um ein reines Modul-Framework, es kann jederzeit um weitere Module ergänzt werden. Auch Moodle ist weitestgehend modular aufgebaut. Dies erlaubt es, bestehende Module zu verändern oder neue Module einzubinden.

Der modulare Aufbau der Plattformen bietet dem Administrator somit auch die Möglichkeit Einfluss auf die Performance des Systems zu nehmen.

Anpassbarkeit

Da sowohl bei Moodle als auch bei eStudy einzelne Module aktiviert oder deaktiviert werden können, können beide Systeme optimal an die Bedürfnisse der Anwender angepasst werden. Gerade Moodle bietet eine Reihe von Zusatzmodulen, die im Internet veröffentlicht sind und frei genutzt werden können.

Fazit

Auf den ersten Blick scheint Moodle ausgereifter. Dies ist allerdings nicht verwunderlich, da jeweils zwischen der Erstveröffentlichung von Moodle und eStudy drei Jahre liegen. Dabei konnte sich eine große Entwicklergemeinde um Moodle herum bilden.

Die eStudy-Plattform ist jedoch auf einem guten Weg sich ebenfalls zu etablieren. Viele Funktionen und gute Benutzbarkeit sprechen für dieses System. Leider ist kein professioneller Support verfügbar und Ansprechpartner für eStudy sind z.Zt. ausschließlich die Projektmanager.

eStudy ist besonders durch das Rollenspiel-Modul für den Gebrauch an Hochschulen geeignet, während Moodle doch eher ein breiteres Anwender-Feld abdeckt.

Quellen

http://www.moodle.org
http://www.moodle.de
http://www.e-learning-hessen.de/index.php?id=219
http://www.lehrerfortbildung-bw.de/elearning/moodle/
http://sourceforge.net/projects/estudy